Stefan Schöler Trio

Stefan Schöler – Piano
Lukas Keller – Bass
Simon Bräumer – Schlagzeug

„Stefan Schöler ist ein Geheimtipp … ohne Licks und fingerfertige Automatismen.“ – WDR 3 Jazz

Musik wie ein vertrautes Gespräch

Triomusik kann wie ein Gespräch im kleinen Kreis wirken – persönlich, ehrlich und voller Zwischentöne.
Nicht darauf bedacht, allen zu gefallen oder gemeinsame Parolen zu rufen, entfaltet sich der Reiz im feinen Wechselspiel, als würden die Musiker einander etwas sehr Persönliches anvertrauen – jenseits von Kategorien wie „schön“ oder „spannend“.

Das Publikum lauscht diesem intimen Klangdialog wie einem geheimen Gespräch: Die Ernsthaftigkeit der Beteiligten ist spürbar, auch wenn sich nicht jedes „Wort“ entschlüsseln lässt.
So entsteht Raum, eigene Bilder und Geschichten in die Musik hineinzuphantasieren – bis man selbst Teil dieses lebendigen Dialogs wird.
Diese Musik ist eine Einladung, mitzuhören, mitzudenken und mitzuerleben.

Programm und Tradition

Als Komponist bewegt man sich in einem eigenen musikalischen Universum – eine Bindung, die zugleich Inspiration und Einschränkung sein kann. Um neue Perspektiven zu öffnen, finden daher immer wieder ausgewählte Jazzstandards bzw. Fremdkompositionen ihren Platz im Programm – ganz in der Tradition des Jazz.

Als Beispiel hier die Komposition Longing (F. Behrendt), gespielt mit dem Schöler Trio Nord, Felix Behrendt (Bass) und Bruno Tagliasacchi (Schlagzeug), in der Alten Druckerei Ottensen, Hamburg.

Stil und musikalische Ausrichtung

Über die Jahre hat sich der Stil des Trios vom Neo-Bop hin zum klassischen Modern Jazz entwickelt. Verwurzelt in den Improvisationstechniken von Swing und Bebop, greift die Musik zugleich auf die Errungenschaften des Modal- und Modern-Jazz zurück: Die klare Trennung zwischen Solist und Begleiter wird aufgehoben, Harmonien erweitern sich über reine Vier- und Fünfklänge hinaus, Grundtonbeziehungen werden verschleiert und harmonische Aszendenten einbezogen.

Melodisch entstehen neben den beboptypischen Mustern zunehmend freie Linienformen, die auch chromatische und nicht-diatonische Wege einschlagen. Diese Experimentierfreude verleiht dem Trio eine spürbare Eigenständigkeit jenseits des Mainstreams.

Das Programm besteht größtenteils aus Eigenkompositionen von Stefan Schöler. Klassische Funktionsharmonik dient als verbindendes Element für kühnere harmonische Entwicklungen – oft inspiriert von romantischer und impressionistischer Musik. Abwechslung entsteht durch den Wechsel zwischen kompakten Kleinformen und stärker durchkomponierten Themen.

Ganz in der Jazztradition finden sich zudem ausgewählte Standards im Repertoire – in einer Trio-Spielweise, die sie liebevoll mit der Gegenwart verbindet. Vorrang hat die Improvisation; nur wenig wird arrangiert oder auskomponiert. So entsteht Musik voller Spontanität und Lebendigkeit.

Einladung an das Publikum

Es entsteht Jazz für ein Publikum, das zeitgenössische musikalische Wahrheiten sucht – und dabei die zeitlose Schönheit der Tradition im Blick behält.

In 2023 spielte das Stefan Schöler Trio gemeinsam mit Vibraphon-Legende David Friedman auf dem renommierten Conversations Festival in Tübingen. Hier der Jazzstandard Emily:

Elektro Schöler

Stefan Schöler  rd
Lukas Keller   bs
Simon Bräumer  dr

Das Stefan Schöler Trio ist nicht ausschließlich an das akustische Klavier gebunden. In elektrischen Formationen erklingt ein E-Piano, dessen veränderter Klangcharakter eigene, reizvolle Facetten eröffnet.

Im hier gezeigten Film ist das Trio in Salzwedel zu erleben – in besonderer Begegnung mit dem ukrainischen Saxophonisten Orest Filipov.

Konzert mit dem ElektroTrio im WhiteCube, Bergedorf (mit Lukas Keller und Simon Bräumer)

Im Februar ´23 hat mich eine Werbeaktion vom E Piano-Hersteller Rhodes gelockt. 40 Tage wurde einem das virtuelle neue Instrument geliehen. Zum vorgegebenen Film mit Sprecherspur sollte man also die „missing Keys“ hinzufügen. Das Schlagzeug-Editieren hat mein Freund Felix Behrendt übernommen.

Jazz Festival Konzerte Stefan Schoeler

Bastiaans/deJeer Trio

Stefan Schöler pno
Rico de Jeer bs
Thijs Bastiaans dr

 

Schlagzeug spielt der junge Thijs Bastiaans (geboren 1990, ‘s-Hertogenbosch, NL). Nach einer klassischen Schlagwerkausbildung studierte er Jazzschlagzeug in Den Haag bei Eric Ineke und  Joost Kesselaar. Durch eigene Elektrodance Produktionen und seine Auftritte auf Festivals und in renommierten Clubs mit HipHop- und PopRock-Größen hat er ein facettenreiches Spiel entwickelt mit dem er diese Trio-Arbeit bereichert. Mit seinem frischen aber Ensemble-dienlichen Stil unterstützt er Phrasierung und Gliederung der musikalischen Bewegungen.

Der Kontrabassist Rico de Jeer (Hilversum, NL) studierte bei u.a. Koos Serierse en Arnold Dooyeweerd. Mit stilistisch divers ausgerichteten Ensembles (Jazz, Weltmusik, indonesische Folklore) hat er Konzertreisen gemacht durch England, den Niederlanden, Italien, Kroatien, Bosnien & Herzegowina und Bulgarien und außerdem Plattenproduktionen für das kroatische Label Croatia Records (durch das Land Kroatien subventioniert) und auch für das englische Label 33 Records eingespielt. Rico schafft mit einer zuverlässigen, auf das Wesentliche gerichtete Spielweise die Basis für einen Swing-betonten und einträchtigen Trioklang.

Psalm 116, S. Schöler, 2015
Ida Lupino, C.Bley, 2015
Moonriver, H. Mancini, Trio live 2020

 

Schöler Trio am Viersener Jazzfestival 2015

stefan scholer Jazz Pianist - Trio / Musik

KnoopKruisTrio

Stefan Schöler pno
Laurens Knoop bs
Imre Kruis dr

 

All of you, C.Porter, 2014
Hardblues, S. Schöler, 2014